Von vielen auch "Stahlquelle" genannt - ist ein eisenhaltiger Säuerling. Das Heilwasser wird einerseits als Trinkkur verordnet und andererseits zur Bäderbehandlung eingesetzt. Der Name "Stahlquelle" weist auf den hohen Eisengehalt hin, obwohl ursprünglich eine Stählung gemeint war.
Die Entdeckung der Heilquelle im Jahre 1724 brachte den bis dato unbedeutenden Ort Bocklet in das Blickfeld der damaligen Fürstbischöfe. Die Heilquelle wurde vom damaligen Aschacher Pfarrer Georg Christoph Schöppner bei einem seiner Spaziergänge gefunden. Er schrieb daraufhin in sein Pfarrbuch: "Diesen Brunnen habe ich anno 1724 gefunden, bin also dessen Bekanntmacher".
Als Fürstbischof Franz von Hutten bei einer Rundreise durch Franken auch nach Schloß Aschach kam, benutzte der Pfarrer die Gelegenheit, ihm von der Entdeckung der Quelle zu berichten. Der Leibarzt des Fürstbischofes, Dr. Behringer, musste das Wasser untersuchen und fand es vortrefflich. Daraufhin erhielt kein Geringerer als Frankens berühmter Barockbaumeister Balthasar Neumann den Auftrag, die Quelle zu fassen.
Im Jahre 1912 wurde die Quelle neu gefasst und vom damaligen Prinzregenten Luitpold festlich eingeweiht. Im Jahre 1925 wurde neben der Quellfassung eine Neubohrung der Heilquelle niedergebracht, deren Schüttung aber bereits 1939 nicht mehr ausreichend war.
Im Jahre 1941 musste die Heilquelle neu erbohrt werden. Sie brach bei einer Tiefe von 37 Metern mit ungeheurem Getöse aus und durchschlug das Dach des Brunnenbaues. Die Kohlensäure und andere Gase waren beim Ausbruch der Quelle so stark, dass die im linken Flügel des Brunnenbaues untergebrachten Umsiedler aus Bessarabien teilweise bewusstlos wurden.
1948 gab es dann eine geglückte Neubohrung der Heilquelle etwa 15 Meter vor dem Brunnenbau. Die Quellfontäne stieg vor ihrer Drosselung 16 Meter hoch. Die Quellenfassung wurde im Jahre 1950 abgeschlossen.
Das Wasser wird seitdem ohne Einsatz von Pumpen zu
den Brunnen und zum Dach des Badehauses geleitet.
Von dort fließt es dann in die Badewannen.
Im Jahre 1965 bekam dann die seit jeher genannte
Stahlquelle den Namen "Balthasar-Neumann-Quelle".
Mit folgenden Heilanzeigen für: Herz- und
Gefäßerkrankungen, Erkrankungen des Nervensystems
und Rheuma, vorrangig Frauenleiden.

